Pendeln 2.0: Mit Bahn und Faltrad ins Büro

Die Zahl der Pendler steigt seit Jahren. Doch gerade in den Metropolen soll die Zeit des Autos sich langsam dem Ende entgegen neigen. Bei weiten Wegen könnte die Mitnahme eines Faltrads in Bus und Bahn eine Alternative sein. Wie das geht, zeigt die Rheinbahn.

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Berufspendler sind überdurchschnittlich oft von psychisch bedingten Fehlzeiten betroffen, zu dem Schluss kommt eine Studie der Techniker Krankenkasse. Und die Deutschen pendeln oft. Rund 60 Prozent der Deutschen fahren täglich zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Regelmäßig Sport treiben hilft gegen psychische Erkrankungen. Gerade Radfahren wirkt stressmindernd und positiv auf die Gesundheit: Radelnde Pendler haben weniger Krankheitstage. Aber: Der durchschnittliche Arbeitsweg beträgt in Deutschland fast 17 Kilometer. Ohne Bus und Bahn ist das auch für Radfahrer oft zu lang.

Ein Anspruch auf Radmitnahme gibt es nicht

Will man in den Pendlermetropolen wie München, Frankfurt, Hamburg oder Berlin sein „normales“ Rad mitnehmen, steht zunächst ein Studium der Beförderungsbedingungen an. Ein Anspruch auf Fahrradmitnahme besteht nämlich nicht. In Hamburg, Hannover und München ist die Radmitnahme zur Hauptpendlerzeit in der S-Bahn gar ganz verboten. Auch in U-Bahnen, Straßenbahnen oder Bussen deutschlandweit ist das Fahrrad nicht gerne gesehen. Konfrontiert mit dem Sachverhalt reagiert Isabel Heins von der Berliner BVG mit Galgenhumor: „Beim Abstellen des Rades ist die Unbequemlichkeit des Mitnehmens nicht gegeben.“ Heißt also: Bevor man sich mit einem Rad in eine vollgestopfte Bahn quetscht, soll man es lieber am Bahnhof anschließen.

Faltrad und Bahn

Wie die Mitnahme des Fahrrads im öffentlichen Nahverkehr, funktionieren kann, zeigt die Rheinbahn in Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem englischen Faltradanbieter Brompton. Noch bis Ende Oktober bekommen Bahnkunden ein Brompton-Faltrad zum Vorteilspreis – ein Jahresabo der Rheinbahn vorausgesetzt. Im zusammengeklappten Zustand gelten Falträder als Gepäckstück und dürfen somit immer kostenfrei transportiert werden. „Das Brompton ist der ideale Mobilitätslückenschließer“, sagt Chantal Kleine, Marketingleiterin der Rheinbahn.

(pd-f/krg/rb)